Berlin (ots) "Politik und Medien gehen unterschiedlich mit den Schicksalen von Frauen und Männern um", sagt Schriftsteller Gunnar Kunz und ruft dazu auf, diese Doppelmoral zu beenden. Dabei bekommt er Unterstützung von Menschenrechtsverbänden, die am 11. Juli 2019 zum zweiten Mal den Tag der Geschlechter-Empathielücke begehen.

Die Gesellschaft verweigert Männern jegliches Mitgefühl, so Kunz, obwohl sie um fünf Jahre früher als Frauen sterben und den weitaus größten Anteil an Obdachlosen stellen. Nicht nur Frauen, auch Männer leiden unter häuslicher Gewalt und werden doppelt so häufig Opfer außerhäuslicher Gewalt. Das zuständige Bundesministerium bietet jedoch ausschließlich Frauen Hilfe an.